Full-Back-Up-Lösung oder Notstrom-Steckdose: Was lohnt sich mehr?

evoyo Kunden Solaranlage bei strahlendem Sonnenschein.
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Full-Back-Up-Lösung oder Notstrom-Steckdose: Was lohnt sich mehr?

In diesem Artikel erklären wir die Unterschiede zwischen einer Full-Backup-Lösung und der Notstrom-Steckdose und verraten, warum die Notstrom-Steckdose die weitaus sinnvollere Lösung ist.

Droht uns in Deutschland der Blackout und sind wir überhaupt vorbereitet auf die Elektrifizierung von so vielen Autos und Heizungen im Land? Immer wieder erreichen unser Team Anfragen, ob wir auch Notstrom, Netzumschalt- bzw. Full-Back-Up-Lösungen für Photovoltaik-Anlagen anbieten. Denn die Angst vor einem Stromausfall oder gar einem langen Blackout wird durch die Berichterstattung in den letzten Monaten extrem bei Hausbesitzer:innen geschürt.

Wie kommt es zu Versorgungsunterbrechungen?

Oftmals stecken Naturereignisse, technische Störungen, Netzüberlastungen oder Sabotage hinter einem Stromausfall. Die meisten Versorgungsunterbrechungen sind relativ kurz und werden innerhalb kürzester Zeit behoben. Gebäude und Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Telekommunikationszentren haben für solche Fälle Backup-Systeme und Notfallpläne, um den Stromausfall zu bewältigen und den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Die Sorge vor dem Blackout

Tatsächlich ist die Sorge vor einem Blackout jedoch meist unbegründet, denn der Atomausstieg wurde langfristig geplant und vorbereitet und Flüssiggasterminals stellen zunehmend wieder eine Grundversorgung mit Gas sicher, damit es durch die zusätzliche Belastung eben nicht zu längeren und schwerwiegenden Stromausfällen kommt. Und wie die Statistik zeigt, häufen sich auch Versorgungsunterbrechungen nicht. 2021 meldete die Bundesnetzagentur eine durchschnittliche Versorgungsunterbrechung von 12,45 Minuten pro Letztverbraucher.

Die zusätzliche Belastung des Stromnetzes z.B. durch Wärmepumpen und Wallboxen für E-Autos wird durch einen kontinuierlichen Netzausbau und einer flexiblen Steuerung der Lasten entgegengewirkt.

Was versteht man unter einer flexiblen Steuerung der Lasten?

Damit sind zum Beispiel flexible Stromtarife oder Sperrzeiten von Wärmepumpen gemeint. Flexible Stromtarife sind Tarifmodelle, die sich an den unterschiedlichen Strompreisen zu verschiedenen Zeiten des Tages oder zu bestimmten Ereignissen im Strommarkt orientieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Stromtarifen, bei denen der Preis konstant ist, variieren die Preise bei flexiblen Stromtarifen je nach Angebot und Nachfrage auf dem Energiemarkt. Sie bewegen Kund:innen beispielsweise dazu, das E-Auto nachts zu laden, wenn das Netz wenig belastet und der Strom günstiger ist.

Sperrzeiten von Wärmepumpen sind bestimmte Zeiträume, in denen die Wärmepumpe aufgrund von gesetzlichen Vorgaben oder energiewirtschaftlichen Regelungen nicht betrieben werden darf oder besondere Einschränkungen gelten. Diese Sperrzeiten können regional und abhängig von der Art der Wärmepumpe variieren und werden oft in Zeiten hoher Stromnachfrage festgelegt, beispielsweise an kalten Wintertagen oder in den Abendstunden, wenn der Stromverbrauch insgesamt hoch ist.

Ein Pufferspeicher in der Wärmepumpe, wie wir bei Triple Solar sie anbieten, fängt die Auswirkungen von Sperrzeiten bei Wärmepumpen ab. Ein Pufferspeicher ist ein Behälter, der überschüssige Wärmeenergie speichert und bei Bedarf abgibt. Durch den Einsatz eines Pufferspeichers kann die Wärmepumpe während der erlaubten Betriebszeiten kontinuierlich arbeiten und die erzeugte Wärme in den Pufferspeicher einspeisen. Während der Sperrzeiten greift die Wärmepumpe dann auf den gespeicherten Wärmevorrat im Pufferspeicher zurück, um die Heizung oder Warmwasserbereitung zu versorgen. Dadurch wird der Betrieb der Wärmepumpe innerhalb der erlaubten Zeiten optimiert und der Verbrauch in den Sperrzeiten minimiert.

Die Full-Backup-Lösung

Eine Full-Backup-Lösung, auch Netzumschaltbox genannt, wird verwendet, um das hausinterne Stromnetz im Bedarfsfall restlos vom abgeschalteten öffentlichen Stromnetz zu trennen. Sie befindet sich zwischen dem externen Stromnetz und der Photovoltaik-Anlage mit Wechselrichter und Batteriespeicher.

Und so funktioniert sie:

Sobald es zu einer Versorgungsunterbrechung kommt,erkennt die Netzumschaltbox die Unterbrechung und schaltet automatisch in den “Inselbetrieb” um. Dabei wird die Photovoltaik-Anlage von der Netzversorgung getrennt und arbeitet eigenständig, um das Haus mit Strom zu versorgen. In diesem Modus kann die Netzumschaltbox den erzeugten Strom direkt an die Verbraucher liefern oder in der Batterie speichern. So können zum Beispiel einzelne Steckdosen oder Haushaltsgeräte weiter betrieben werden – abhängig von der Kapazität der Box.

Sobald die Netzversorgung wieder hergestellt ist, schaltet die Netzumschaltbox zurück auf den Netzbezug.

Was ist eine Notstrom-Steckdose?

Hierbei handelt es sich um eine spezielle Steckdose, die in einer Photovoltaikanlage installiert wird und im Falle eines Stromausfalls oder einer Netzunterbrechung weiterhin 1-phasige Verbraucher mit bis zu 3 kW Strom versorgen kann. In einem 1-phasigen Stromsystem besteht die Versorgung aus einer einzigen Wechselspannung – dazu zählen elektrische Geräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher oder Computer, aber auch Laptops, Mobiltelefone und Beleuchtungssysteme.

Dieser Strom wird typischerweise aus dem Batteriespeicher der Anlage bezogen. Eine Notstrom-Steckdose dient in erster Linie dazu, wichtige Geräte mit Solarstrom zu versorgen, die während eines Stromausfalls betrieben werden müssen, wie beispielsweise Notbeleuchtung, Kommunikationsgeräte oder Sicherheitssysteme.

Welche Lösung lohnt sich für einen Privathaushalt?

Wir bieten keine Full-Backup-Lösung, hingegen aber Notstrom-Steckdosen an. Das hat folgende Gründe:

Stromausfälle sind, wie oben geschrieben, sehr selten in Deutschland. Meist halten sie nur wenige Minuten an. Bei einer Notstrom-Steckdose ist keine aufwändige Zusatzinstallation notwendig und sie wird bei Netzausfall automatisch aktiviert. Unser System ist „schwarzstart-fähig“, was bedeutet, dass es auch bei Netzausfall Strom produziert und die Batterie geladen wird. Ein Vorteil gegenüber anderen Systemen, bei denen der Strom bei Ausfall aus der Batterie genutzt wird.

Netzumschaltboxen sind teuer und drosseln die Leistung auf 20 kW, sodass die Sicherung bei der Nutzung bei zu vielen stromintensiven Geräten rausspringen kann. Um mit einer Full-Backup-Lösung immer Strom parat zu haben, müsste die Hausbatterie immer voll geladen sein. Der Batteriespeicher ist aber vor allem durch seine Nutzung wirtschaftlich und die Investition amortisiert sich erst durch die Aufladung bei solarem Überschuss und die Entladung bei höherem Verbrauch als der aktuellen Produktion. Außerdem bietet ein Batteriespeicher maximalen Komfort bei der Nutzung von Solarenergie, auch wenn die Sonne gerade nicht scheint. Deswegen garantiert einem die Full-Backup-Lösung keine gesicherte Stromversorgung, wenn z.B. gerade die Sonne nicht oder nicht ausreichend scheint, oder die Batterie leer ist. Um gegen einen Stromausfall abgesichert zu sein, benötigt man ein Notstromaggregat, wie es beispielsweise in Krankenhäusern der Fall ist. Bei Privathaushalten lohnt sich dieses Notstromaggregat jedoch nicht.

Die Angst vor dem Blackout oder einem umfangreichen Stromausfall ist unbegründet. Für Privathaushalte lohnt sich eine Full-Backup-Lösung nicht, da durch diese die Leistung gedrosselt wird und der Batteriespeicher immer voll sein muss. Eine Notstrom-Steckdose kann bei kurzfristigen Stromausfällen, wie wir sie in Deutschland gelegentlich erleben, wichtige Geräte weiterhin mit hausgemachtem Solarstrom betreiben.

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